Motivation für das bilinguale Lernen

Viele Kinder bringenschon erste Erfahrungen in Französisch aus den Kindertagesstätten mit. Auf Elternseite erwuchs daher der Wunsch nach kontinuierlicher Weiterentwicklung in der Grundschule, sodass sich das Kollegium entschloss, einen Antrag auf Genehmigung einer zweisprachigen Grundschule Französisch zu stellen. 
Hinzu kommt die Grenznähe, das Elsass befindet sich in ca. 50 km Entfernung. Dieser Umstand bietet unseren Kindern die Chance,  die Sprache und Kultur des Nachbarlandes schon früh kennen zu lernen. Der Austausch mit unseren Partnerschulen ermöglicht darüber hinaus eine unmittelbare und intensive Begegnung.

Lernen in zwei Sprachen

Es ist erwiesen, dass sich Grundschulkinder in einer äußerst günstigen Entwicklungsphase für die frühe Begegnung mit einer Fremdsprache befinden. Diese Voraussetzungen wollen wir nutzen.
In unseren zweisprachigen Klassen streben wir an, die Kinder nach ihrer Grundschulzeit über grundlegende kommunikative Kompetenzen auszustatten. Sie sollen mit dem erworbenen Wortschatz in die Lage versetzt werden, wesentliche Informationen zu vertrauten Themen und Fächern zu verstehen, kurze Texte zu verfassen sowie an kleinen Gesprächen teilzunehmen.  Grundprinzip des Fremdsprachenlernens ist die Immersion, das „Eintauchen“ in die fremde Sprache. Im Vordergrund steht ein ganzheitliches, sinnorientiertes Verstehen. Die Kinder erschließen sich die Sprache selbst, das Lernen geschieht spielerisch. Gestik, Mimik, Lieder und Reime sowie Material wie Bilder, Bücher, Filme, CDs dienen weiter dazu, Sachthemen verständlich zu machen und den Weg der für die Kinder noch fremden Sprache zu ebnen. Regelmäßiges Wiederholen von Arbeitsaufträgen und wiederkehrende Rituale verfestigen das Erlernte. Durch das authentische Vorbild der Lehrerin identifizieren sich die Kinder mit der französischen Sprache und lernen mit großer Motivation.

Organisations- und Zeitrahmen

Die bilingualen Klassen werden von ihren in französischer Sprache ausgebildeten Klassenlehrerinnen sowie unterrichtet. 

Dabei bieten sich verschiedene Einsatzmöglichkeiten für Französisch in Mathematik, Sachunterricht, Sport, Kunst, Musik und im der generellen Fremdsprachenunterricht.

Erfahrungen über die Sprachentwicklung

Unsere bisherigen Austauschlehrerinnen als auch die Klassenlehrerinnen berichten übereinstimmend, dass die Kinder nach einer kurzen Zeit der Orientierung rasch zum ersten Verstehen gelangten, unterstützt durch tägliche Rituale, Arbeitsanweisungen und Aufforderungen sowie stetem Wiederholen von Wörtern und Sätzen. Insbesondere in den bilingualen Klassen sprechen sie schon vollständige Sätze und trauen sich immer mehr, die Sprache anzuwenden.
Mit Begeisterung nehmen die Kinder aller Klassen am Unterricht in der französischen Sprache teil und erweitern kontinuierlich ihr Hörverständnis und ihre Artikulationsfähigkeit.
Eltern berichten, dass ihre Kinder zu Hause und im Urlaub in Frankreich mit Stolz das Erlernte anwenden.

Leistungsfeststellung

Nach der ministeriellen Handreichung für den zweisprachigen Unterricht wird die Leistungsfeststellung auf der Sachebene in den beiden ersten Klassen als Verbalbeurteilung dokumentiert. Es wird das Interesse und die Mitarbeit der Kinder am Französischunterricht beschrieben, das Verständnis von Redewendungen und Sätzen sowie ihre Fähigkeit zum Nachsprechen und Selbstformulieren.
Die Kinder dokumentieren ihren eigenen individuellen Lernfortschritt selbst in ihrem jeweiligen Sprachenportfolio, das von der Lehrerin durch eine Sammlung von Bildern, Liedern und Arbeitsblättern ergänzt wird.

Weitere Informationen Bildungsserver Rheinland Pfalz